Der Biologie LK führte unter Aufsicht und Begleitung von Frau Bell am 14.01.2025 eine ganztägige Exkursion zum Baylab in Monheim am Rhein durch. Am 14.01.2025 trafen sich dafür zunächst alle Schüler des Kurses am Hilden-Hauptbahnhof und fuhren anschließend mit dem Bus zum Campus des Baylab in Monheim am Rhein. Auffällig waren vor allem die vielen Autos, die durch eine kontrollierte Einfahrt auf das Gelände des Forschungszentrums einfuhren.


Bio-LK-25
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Nach einer kurzen Wartezeit wurden wir dann von unserer Gelände-Führerin in Empfang genommen und jeder von uns bekam ein Besucherschild. Von dort aus sind war dann als Gruppe ins Gebäude 18 (das Schülerlabor) gegangen. Dort konnten wir unsere Sachen im Konferenzraum ablegen und es gab einen interessanten Vortrag über die Arbeit und Ziele von Bayer und der Crop Science Division. Denn an diesem Standort wird sich seit 2002 sich auf die Forschung und Sicherung der landwirtschaftlichen Prozesse und Ernte in der ganzen Welt spezialisiert. Die vollständige Entwicklung eines neuen Pflanzenschutzmittel beispielsweise nimmt sehr viele Jahre und ein immens hohes Budget an Forschungskosten in Anspruch. Aber die Arbeit entlohnt mit vielen neuen Erkenntnissen, Produkten und Innovationen am Markt. Doch vorrangiges Ziel von der Bayer und auch Motto ist: „Health for all, hunger for none“. Denn die globale Lebensmittelversorgung ist nicht allen Menschen in allen Ländern ausreichend gewährleistet. Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels und dem bisherigen Umgang mit Natur und Ressourcen sowie der bedrohten Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit sieht Bayer sich in der Verantwortung bei dem globalen Klimaschutz und der Entwicklung neuer, alternativer Lösungen mitzuwirken. Nach dem Vortrag und der Klärung von Fragen unserseits wurden wir in zwei Gruppen mit ca. 10 Personen aufgeteilt. Im Hauptgang befanden sich für den weiteren Tagesablauf Jackenständer mit Arbeitskitteln in verschiedenen Größen sowie Schutzbrillen. Nachdem wir uns also ordnungsgemäß gekleidet hatten, setzten wir uns in zweier Gruppen an den Tisch des Schülerlabors und wurden von einer Mitarbeiterin des Baylab begrüßt. Zu Beginn klärten wir gemeinsam Fragen und gingen nochmal den Vorgang der PCR (engl. polymerase chain reaction) und der Gel-Elektrophorese durch. Bei diesem gentechnischen Vorgang werden zuerst einzelne DNA-Proben für unterschiedliche Zwecke vermehrt und anschließend mithilfe einer Gel-Elektrophorese mit anderen DNA-Abschnitten auf Bandenmustern (Anordnungen von DNA-Abschnitten gleicher Länge und mit ähnlichen Eigenschaften) verglichen. In zahlreichen Bereichen der Forschung und Wissenschaft findet diese Methode Anwendung. Beispielsweise in der Kriminalistik, wo genug DNA Material gebraucht wird, um einen genetischen Fingerabdruck herzustellen. Aber auch in der Medizin können so bestimmte Virusinfektionen und Erbkrankheiten erkannt werden. In der Paläontologie kann PCR dabei helfen, DNA Material von gefundenen fossilen Lebewesen zu generieren. Und auch das Klonen eines Gens aus einem Organismus ist möglich. Dadurch können zum Beispiel wichtige Proteine wie Arzneistoffe hergestellt werden. In unserem Fall hatten wir zwei DNA-Proben vorliegen, die wir jeweils dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht zuordnen sollten. Dazu führte jede Gruppe gleichzeitig die Schritte der Polymerase-Kettenreaktion und Gel-Elektrophorese durch, um eine genaue Zuordnung zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Gel-Elektrophorese konnten wir zum Schluss unter UV-Licht ablesen. So konnten wir feststellen, dass die DNA-Proben des roten Behältnis dem Mann und die DNA-Proben des blauen Behältnis der Frau zugeordnet werden können. So verabschiedeten wir uns bei den Mitarbeiterinnen, verließen den Bayer Crob Science Division Komplex und traten die gemeinsame Rückreise an. Insgesamt kann man festhalten, dass wir durch diese Exkursion nach Monheim nicht nur einen genaueren Einblick in die Vision und Aufgaben des Bayer Konzerns bekommen haben, sondern auch ein unterrichtliches Verfahren zur DNA-Vermehrung, der Polymerase- Kettenreaktion, praktisch und anschaulich durchführen konnten. Vielen Dank für das Lesen dieses Beitrags!